• Willkommen
  • Aktuelles
  • Inhalt des Stücks
  • Historie
  • Bestellung
  • Termine
  • Regie
  • Bühnenbildner
  • Bühnenbild
  • Spielfläche
  • Tribünenplan
  • Historischer Markt
  • P & R
  • Reisebus-Info
  • Sponsoren
  • Gaudium Frisia
  • Impressum

Biografie: Theodor Storm

Theodor Storm wurde am 14. September 1817 in Husum geboren und wuchs in einem liberalen Elternhaus auf.

Sein jüngster Sohn, Karl Storm, arbeitete ab seinem 25. Lebensjahr als Musiklehrer in Varel und es ist verbrieft, dass Theodor Storm ihn hier besuchte. Nach seinem Tode zog auch die ältere Tochter Gertrud nach Varel, wo sie zusammen mit ihrem Bruder Karl 1898 ein Haus in der Moltkestrasse kauften. Theodor Storm könnte also von Deichrichter Albert Brahms gehört haben.

Sein Vater war der Justizrat Johann Casimir Storm, so dass es nicht verwundert, dass er von 1837 bis 1842 Jura in Kiel studierte. Nach dem Studium kehrte er nach Husum zurück und übernahm die Advokatur seines Vaters. Kurz nach seiner Hochzeit mit Constanze Esmarch verliebte er sich in Dorothea Jensen. Die Leiden der unerfüllten Liebe finden Ausdruck in Storms Lyrik. 1848 entstanden “Ein Buch der roten Rosen” und “Das Mysterium”.

Schon früh hatte er sich der schleswig-holsteinischen Volksbewegung gegen die dänische Vorherrschaft angeschlossen. Nachdem Schleswig und Holstein nach dem Friedensschluss vom 1850 dem dänischen Staat einverleibt wurde, verlor er seine Advokatur und emigrierte 1853 nach Berlin und fand 1856 eine Anstellung als Kreisrichter in Heiligenstadt. Während dieser Zeit nahm die Novellistik in seinem dichterischen Schaffen immer größeren Raum ein. “Auf dem Staatshof”; “Späte Rosen”, “Von jenseits des Meeres” und viele andere Werke entstanden in der Heiligenstädter Zeit.
Daneben erschienen seine Gedichte und fanden mit Recht wachsende Anerkennung.

Nachdem Schleswig und Holstein durch den Einmarsch preußischer und österreichischer Truppen von Dänemark wieder an die beiden deutschen Mächte abgetreten wurde, kehrte Storm 1864 als Landvogt nach Husum zurück. 1865 verstarb seine Frau Constanze. Bereits ein Jahr später heiratete er seine frühere Geliebte Dorothea Jensen. Im Zuge einer Verwaltungsreform wurde er 1867 Amtsrichter.

In den folgenden Jahren wuchs sein Bekanntheitsgrad und es entstanden in regelmäßigen Abständen Novellen wie “Draußen im Heidedorf”, “Pole Poppenspäler” und viele mehr. Sein Schaffensdrang war auch nach seiner Pensionierung 1880 ungebrochen. Selbst nachdem die Ärzte bereits 1886 Magenkrebs bei ihm diagnostizierten, arbeitete er entschlossen an seiner längsten Novelle “Der Schimmelreiter”, die er in seinem Todesjahr vollenden konnte.

Sein jüngster Sohn, Karl Storm, arbeitetete ab seinem 25. Lebensjahr als Musiklehrer in Varel. Während eines Besuchs im Sommer 1878 schrieb Theodor Storm folgendes Gedicht für eine Schülerin seines Sohnes:

Die Tage sind gezählt, vorüber bald
ist alles, was das Leben einst versüßt,
was will ich mehr, als dass vorm Schlafengehen
die Jugend mich mit frischen Rosen grüßt.
(3.11.1887 Theodor Storm)

zurück zur Übersicht